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Innehalten

Autor: ElHiggi 24.01.2017

Wir werden überschüttet - mit Informationen, mit Feindbildern, aber auch mit Meinungen. Wir haben das (natürliche) Bedürfnis Informationen zu sammeln, Bescheid zu wissen, weil wir das Gefühl haben sonst etwas Wichtiges zu verpassen. Und tappen in mehrere Fallen.

Jeder glaubt, zu jedem Thema, seine Meinung äußern zu müssen. Ein Beispiel: Donald Trump wurde zum neuen Präsidenten der USA gewählt und ein Herr Steinmeier präsentiert den Weltuntergang, während Frau Merkel gute Ratschläge gibt. Beide Personen äußern sich völlig realitätsfern, beide sind nicht einmal annährungsweise in der Position dazu. Während bei einem Präsident Reagan, als Ex-Schauspieler, niemand seine fachliche Qualifikation anzweifelte, bei einem Bill Clinton der Sexismus belächelt wurde (vielleicht aus dem Verständnis heraus, weil er mit Hillary verheiratet ist?) und beim Friedensnobelpreisträger Obama kein Politiker die Bomben und Toten zählte, überschlagen sich hier die Hass-Nachrichten.

Eine weitere Falle heißt Feindbilder. Polarisieren. Panikmachen - weil dies mehr Aufmerksamkeit erregt. Eines der Schlagworte: vergewaltigender Nafri. In jeglichen Varianten. Nur löst Panikmache weder die Ursachen der Flucht (ob aus Kriegs- oder wirtschaftlichen Gründen) noch die Probleme hier - die übrigens auf beiden Seiten bestehen. Irgendwann werden die Dinge dann nicht mehr gehört, weil man es nicht mehr hören kann oder will, oder die bestehende Spaltung der Gesellschaft wird größer.

Innehalten heißt nachdenken. Überdenken. Werden wir abgelenkt? Welches sind die wichtigen Kernthemen?

Unsere Aufmerksamkeit wird sehr erfolgreich von den Themen:
- Vergessene Kriege (z.B. Yemen, Ostukraine ...)
- Waffenexporte und NATO-Manöver
- Armut
- oder Obdachlosigkeit abgelenkt.

Das sehen wir alles nicht, weil wir mit anderen Themen so zugemüllt werden, dass es unseren Geist füllt und unseren Blick ablenkt.

Es gibt Personen auf Facebook und anderen Medien, die veröffentlichen 20 oder mehr Beiträge pro Tag. Muss das alles gesagt werden, oder sind vielleicht nur 5-10% davon wirklich relevant, wenn man tief in sich geht? Wenn man vielleicht kritisch hinterfragt, was man mitteilen möchte, hat man auch eine Chance, dass das Gesagte auch GEHÖRT wird.

Und das wollen wir doch alle - erhört werden, oder?!

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